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Fischgerechtigkeit
Es wäre wünschenswert, wenn man auf dieses Kapitel verzichten könnte. Leider ist es gerade am Walchensee manchmal erbärmlich, mit ansehen zu müssen, mit welcher Verachtung und Grobheit teilweise umgegangen wird. Als ob es besonders cool wäre, einen kleinen Fisch in hohem Bogen ins Wasser zu werfen, anstatt ihn behutsam wieder in die Freiheit zu entlassen. Speziell die Seesaiblinge leiden darunter, aber die Achtung vor der Kreatur sollte man niemals verlieren.
Beim Hegenefischen sitzt der Haken in der Regel im Maulbereich und kann problemlos gelöst werden. Ideal ist es, den Fisch außerhalb des Bottes zu lassen oder ihn zumindest nur mit feuchter Hand zu berühren. Beim Angeln mit Naturködern sollte man stets große Haken, Nr.6 oder noch besser Nr.4, verwenden.
 
Falls doch einmal ein Fisch den Haken tief sitzen hat, ist es angezeigt, lieber das Vorfach durchzutrennen, anstatt herumzuoperieren,. Wenn man brünierte Haken verwendet, sorgen die Magensäfte dafür, dass recht bald eine Korrosion erfolgt.
Ganz wichtig ist es, einen Fisch sehr behutsam aus der Tiefe hochzukurbeln. Er hat dann die Chance, den Druckausgleich zu schaffen. Anderenfalls bekommt er einen geblähten Bauch und würde ohne Hilfe nicht wieder in die Tiefe gelangen. Wenn man ihn im Wasser belässt, und sanft die überschüssige Luft entweichen lässt, bis Blasen aus dem Mund aufsteigen, ist die Überlebenschance recht groß. Es empfiehlt sich, den Saibling so lange in der Hand zu halten, bis man spürt, dass er wieder in die Tiefe strebt.
Übrigens: Leere Getränkedosen und anderer Unrat sollten nicht in den Walchensee geworfen werden. Wie uns die Taucher berichten, hat sich am Grund schon einiges angesammelt. Auch dieses umweltfreundliche Verhalten dient der Fischgerechtigkeit.